social networks im Visier: StudiVZ abgemahnt

Mittwoch, 13. Februar 2008 von Stephan

Wie Heise.de berichtet, wurde StudiVZ wegen Datenschutzvergehen von Datenschützern massiv abgemahnt.

Besonders ins Visier nahm der Verbraucherschützer neben Konzernen wie Amazon oder Google soziale Netzwerke. Was sei das für ein Zustand, fragte Billen, wenn ein Konzern wie Holtzbrinck über die von ihm kontrollierten Plattformen StudiVZ oder SchülerVZ Millionen intimster Daten junger Menschen in Deutschland sammele. Man müsse ja fast schon damit rechnen, dass überall, wo man sich bewege, heimlich Profile angelegt würden. Die davon ausgehenden Risiken durch einen unzureichenden Datenschutz seien erheblich. Besonders ärgerlich sei, dass in virtuelle Gemeinschaften eingegebene Informationen weiter verfügbar seien, auch wenn man sein Profil deaktiviere. Um ein Exempel zu statuieren habe der vzbv daher StudiVZ “in umfangreicher Weise abgemahnt”.

An dieser Stelle bleibt uns nur eins zu sagen: Der Gesetzgeber sollte endlich klare Richtlinien entwerfen. Kein versierter Rechtsanwalt kann uns derzeit konkrete Fragen zum TMG beantworten. Selbst die Datenschutzbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern zucken bei unseren Nachfragen mit den Schultern. Und vielleicht könnte es für den Gesetzgeber auch mal sinnvoll sein, sich vor der Erstellung von Gesetzen kurz mit der Wirtschaft an einen Tisch zu setzen und zu schauen, was wir eigentlich wirklich machen und warum wir es tun. Denn so, wie es derzeit läuft, kann es nicht weitergehen, die derzeitige Rechtssprechung lässt Nutzer, Anwälte, Datenschutzbeauftragte und Betreiber völlig im Regen stehen.

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